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Die schwarze Mühle ist ein deutscher Film von Celino Bleiweiß aus dem Jahr 1975. Der für das Fernsehen der DDR entstandene DEFA-Film ist eine Adaption des Buchs Die schwarze Mühle des sorbischen Schriftstellers Jurij Brězan.

Im DFF 1 wurde der Film erstmals am 25. Dezember 1975 ausgestrahlt.

Handlung

Der Waisenjunge Krabat hört eine Geschichte von einer Truhe mit sieben Schlössern, die von einem Wolf bewacht wird. Es wird erzählt, dass sich in der Truhe Wissen befindet. Krabat will diese Truhe finden und irrt im Wald herum, bis er auf einen Müller trifft. Der Müller bietet Krabat an, sein Lehrjunge zu werden.

Zunächst weigert sich Krabat, auf das Angebot einzugehen, aber als der Müller ihm erzählt, dass er die Truhe mit den sieben Schlössern und die dazugehörigen Schlüssel hat, nimmt Krabat das Angebot an. Der Müller verspricht Krabat, dass er für jedes Lehrjahr ein Schloss öffnet und ihm ein Buch des Wissens überreicht. Krabat ist bereit, sieben Jahre lang sein Müllerbursche zu werden, wenn er dafür Wissen erhält.

Der Müller bringt Krabat zur Schwarzen Mühle, wo er auf zwölf Müllerburschen trifft, und fordert ihn auf, einen Müllerburschen auszuwählen, der gehen soll, um ihm Platz zu machen. Krabat tut es und der ausgewählte Müllerbursche wird in einen Keiler verwandelt.

Krabat erkennt, dass er in eine Schule für Magie geraten und Schüler eines Zauberers geworden ist. Er beginnt seine Lehre und erfährt, dass der Müller viele seiner Gesellen in Schweine verwandelt oder umgebracht hat. Während der Lehrzeit freundet sich Krabat mit Markus an. Ihre Freundschaft wird so eng, dass sie sich als Brüder ansehen. Beide müssen einen Weg finden, um aus dem Bann des Müllers zu entkommen. Sie finden heraus, dass Mütter zur Mühle kommen müssen, um ihre Söhne freizubitten. Allerdings verwandelt der Müller dann alle Burschen in Raben und die Mütter müssen versuchen, ihre Söhne zu erkennen. In Rabengestalt gelingt es Krabat, zu Markus' Mutter zu kommen, um ihr von der Mühle und der Probe zu erzählen. Sie vereinbaren ein Erkennungszeichen. Die Mutter kommt zur Mühle und bittet den Müller um die Freilassung von Krabat und Markus. Der Meister verwandelt alle in Raben und Markus' Mutter erkennt Krabat und Markus am vereinbarten Zeichen. Der Meister lässt sie frei, doch er schwört den beiden Rache.

Stab

Name Funktion
Celino Bleiweiß Regisseur
Celino Bleiweiß Drehbuchautor
Günter Kaltofen Drehbuchautor Szenarium
Andrzej Korzyński Musik
Günter Marczinkowsky Kamera
Erika Lehmphul Schnitt

Darsteller

Schauspieler Rolle
Klaus Brasch Krabat
Leon Niemczyk Meister
Wolfgang Penz Markus
Irma Münch Markus' Mutter
Monika Woytowicz Mirka
Peter Bause Jan
Dieter Montag König
Herbert Köfer Minister
Uwe Kockisch Mühlknappe
Michael Kann Mühlknappe
Peter Friedrichson Mühlknappe
Bruno Carstens Schmied
Ernst-Georg Schwill Ausschreier
Pedro Hebenstreit Bauer
Ruth Kommerell Frau
Theresia Wider Frau mit Kette

Kritik

„Nach dem sorbischen Volksmärchen ‚Krabat‘ entstandener, ebenso abenteuerlicher wie philosophisch anspruchsvoller Märchenfilm fürs Fernsehen.“
— Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen

  • 1977: Nationales Festival für Kinderfilme der DDR in Kino und Fernsehen Gera: Preis des Ministers für Kultur der DDR

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