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Diese Person kommt im Buch Krabat vor.

Diese Person kommt im Buch Die schwarze Mühle vor.

Diese Person kommt im Buch Meister Krabat der gute sorbische Zauberer vor.

Diese Person kommt im Film Krabat (1977) vor.

Diese Person kommt im Film Die schwarze Mühle vor.

Diese Person kommt im Film Krabat (2008) vor.

Krabat ist die Hauptfigur in den Büchern und Filmen.

Biografie nach Otfried PreußlerBearbeiten

Früheres LebenBearbeiten

Krabat ist in Eutrich geboren und wuchs dort auf. Als er 13 Jahre alt war, starben seine Eltern an den Pocken und er war nun ein Waisenkind. Der Pfarrer und seine Frau nahmen ihn zu sich, aber Krabat fiel es schwer, brav zu sein. Deshalb lief er nach zwei Wochen weg und tat sich mit Lobosch und einem anderen Betteljungen zusammen. Zum Jahreswechsel sangen sie als Dreikönige, aber Krabat fing an, zu träumen. Im Traum sah er elf Raben und hörte eine Stimme, die ihm befahl, nach Schwarzkollm zur Mühle zu kommen. Die Raben krächzten, dass er der Stimme des Meisters gehorchen sollte. Nachdem Krabat den Traum dreimal hintereinander geträumt hatte, beschloss er, sich die Mühle anzuschauen und verließ seine Freunde in Groß-Partwitz.

Ankunft auf der MühleBearbeiten

Ein Mann in Schwarzkollm warnte Krabat, die Mühle zu besuchen, aber Krabat hörte nicht auf ihn. Er fand die Mühle und betrat sie. Dort lernte er den Meister kennen, der ihm anbot, Lehrjunge bei ihm zu werden. Krabat stimmt zu und antwortete auf die nächste Frage des Meisters, dass er auch das Andere lernen wollte, nicht nur das Müllern.

„Die Mühle! Nun mahlt sie wieder!“
— Der Meister zu Krabat

Der Meister brachte Krabat in die Schlafkammer. In der Nacht weckte der Altgesell Tonda ihn und stellte sich und die anderen Mühlknappen Michal, Merten, Juro, Lyschko, Hanzo, Petar, Kubo, Andrusch, Kito und Staschko vor.

Erste Zeit auf der MühleBearbeiten

Der Meister gab Krabat viel Arbeit, die ihm schwerfiel, aber Krabat fiel auf, dass die anderen Mühlenknappen nicht erschöpft wurden. Öfter legte Tonda ihm die Hand auf, wovon er neue Kraft bekam. Tonda bat Krabat aber, das nicht den Meister und Lyschko merken zu lassen.

Der mit der HahnenfederBearbeiten

Krabat merkte schnell, dass etwas auf der Mühle nicht stimmte, zum Beispiel kamen nie Mahlgäste. In einer Nacht wachte er auf und sah, dass die Mühlknappen nicht in ihren Betten waren. Als er aus dem Fenster schaute, sah er ein schwarzes, schwer beladenes Fuhrwerk mit sechs schwarzen Pferden davor. Auf dem Kutschbock saß ein schwarzer Mann mit einer roten Hahnenfeder am Hut. Die Mühlknappen luden Säcke vom Fuhrwerk ab und brachten sie in die Mahlstube, wobei auch der Meister mitarbeitete. Sie mahlten den Inhalt der Säcke und brachten die Säcke dann wieder aufs Fuhrwerk. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fragte Krabat Tonda, warum sie ihn nicht geweckt hatten, doch Tonda antwortete, dass Krabat sich gedulden sollte.

„Bald wirst du erfahren, welche Bewandtnis es mit dem Meister und dieser Mühle hat. Der Tag und die Stunde sind näher, als du vermutest: bis dahin gedulde dich.“
— Tonda zu Krabat

Die Schwarze SchuleBearbeiten

An Karfreitag wurde Krabat vom Meister in die Schwarze Schule aufgenommen und erstmals in einen Raben verwandelt. Der Meister zeigte ihm das Zauberbuch Koraktor und erklärte ihm, dass nur er darin lesen durfte.

„Das Buch, das da angekettet vor mir auf dem Tisch liegt, ist der Koraktor, der Höllenzwang. Wie du siehst, hat es schwarze Seiten, die Schrift ist weiß. Es enthält alle Zaubersprüche der Welt. Ich allein darf sie lesen, weil ich der Meister bin. Euch aber, dir und den anderen Schülern, ist es verboten, darin zu lesen, das merke dir! Und versuche nicht, mich zu hintergehen, das würde dir schlecht bekommen!“
— Der Meister zu Krabat über den Koraktor

Der Meister las einen Abschnitt aus dem Koraktor vor und ließ ihn alle Raben wiederholen.

Das Mal der Geheimen BruderschaftBearbeiten

Am Karsamstag mussten die Mühlknappen nicht arbeiten, dafür schickte der Meister sie aber am Abend aus, sich "das Mal zu holen". Krabat ging mit Tonda zu Bäumels Tod. Der Name kam daher, dass dort vor vielen Jahren ein Mann namens Bäumel ums Leben gekommen war. Sie wachten dort am Feuer. In der Nacht war Tonda zuerst schweigsam, aber dann erzählte er Krabat die Geschichte von Worschula. Sie war seine verstorbene Freundin. Außerdem sagte Tonda, dass Krabat, wenn er jemals ein Mädchen haben sollte, nie ihren Namen auf der Mühle preisgeben sollte. Sie hörten ein altes Osterlied, das mehrere Mädchen zusammen sangen. Krabat wusste, dass das Mädchen mit der schönsten und reinsten Stimme die Kantorka war und als einzige vorsingen durfte.

Am Morgen brachte Tonda Krabat den Drudenfuß bei und sie schrieben ihn sich gegenseitig auf die Stirn. Danach kehrten sie zurück zur Mühle und mussten sich unter ein Ochsenjoch beugen. Nun ließ der Meister sie hart arbeiten, bis sie sich den Drudenfuß von der Stirn geschwitzt hatten. Dann waren sie nicht mehr erschöpft und konnten alle tagsüber nun ohne Mühe arbeiten.

Bald kam der Herr Gevatter wieder und diesmal musste auch Krabat für ihn arbeiten, während der Meister sich zum Herrn Gevatter auf den Kutschbock setzte und die Peitsche knallen ließ.

Das Ende des ersten JahresBearbeiten

Einmal ging Krabat mit Tonda und Andrusch auf den Viehmarkt in Wittichenau und sie verkauften Andrusch, der sich in einen Ochsen verwandelt hatte, an Ochsenblaschke, einen Viehhändler aus Kamenz. Tonda bekam 30 Gulden dafür und behielt Andruschs Kopfstrick, damit Andrusch sich wieder zurück verwandeln konnte und mit ihnen zur Mühle zurück konnte.

Im Oktober ging krabat mit Tonda und Staschko zum Torfstechen und Krabat wollte Pilze suchen, hatte aber kein Messer. Tonda lieh ihm sein Messer. Krabat sah, dass die Klinge schwarz war, als Tonda sie aufklappte, doch als Krabat sie aufklappte, war sie blank und unverfärbt. Er fand aber nur Pilze, die Staschko für kurze Zeit herbeizauberte und die dann verschwanden. Als sie zur Mühle zurückkehrten, schenkte Tonda Krabat als Andenken sein Messer und erklärte ihm dessen besondere Eigenschaft: Wenn seinem Besitzer ernste Gefahr drohte, verfärbte die Klinge sich schwarz.

Tondas TodBearbeiten

Im Winter bekamen alle Mühlknappen schlechte Laune und Krabat fragte Tonda, was sie hatten. Er antwortete ihm, dass sie Angst hatten, sagte aber nicht, wovor. Als Krabat am Silvesterabend "Gute Nacht" sagte, wurden sie wütend und warfen Schuhe nach ihm. Tonda fing einen Schuh ab und gebot ihnen, Krabat in Frieden zu lassen. In der Nacht wachte Krabat auf und merkte, dass auch die anderen Mühlknappen wach lagen. Er hörte einen Schrei und wollte zur Tür hinaus, aber sie war verschlossen. Juro brachte Krabat wieder zu Bett.

Am nächsten Morgen fanden sie Tonda tot und der Meister war verschwunden. Juro versorgte Tonda und die Mühlknappen begruben ihn auf dem Wüsten Plan. Krabat wollte ein Vaterunser beten, konnte es aber nicht.

Nach Tondas TodBearbeiten

Ein paar Tage später kam ein neuer Lehrjunge namens Witko auf die Mühle und bekam Tondas Schlafplatz und seine Kleider, während Hanzo den Posten des Altgesells übernahm. In einem Traum fragte Krabat Tonda, wem er vertrauen konnte. Tonda antwortete, Krabat könne dem ersten vertrauen, der seinen Namen rufen würde.

Als Krabat aufwachte, standen Michal und Juro an seinem Bett, wussten aber nicht, wer ihn zuerst gerufen hatte. Krabat fragte von da an Michal um Rat, weil er wusste, dass Juro dumm war und davon ausging, dass Michal ihn zuerst gerufen hatte.

Der KurfürstBearbeiten

Eines Abends fuhr der Meister aus und nahm Krabat mit. Sie flogen in der Kutsche nach Dresden zum Kurfürsten. Der Meister überredete den Kurfürsten, den Krieg gegen die Schweden weiter zu führen.

Die zweite OsternachtBearbeiten

Zu Ostern ging Krabat aus sich hinaus, um die Kantorka zu sehen. Diesmal war er mit Juro an Bäumels Tod und sah die Kantorka vom Schein einer Osterkerze aus. Er schaffte es nicht, zurückzukommen, aber Juro fiel etwas Glut auf Krabats Hand und durch den Schmerz kam er zurück. Danach zeichneten sie sich den Drudenfuß auf die Stirn und kehrten zurück zur Mühle, wo sie wieder arbeiten mussten. Anschließend feierten sie und Andrusch erzählte eine Geschichte von Pumphutt.

PferdehandelBearbeiten

Der Meister schickte Krabat und Juro auf den Viehmarkt, wo sie Juro als Pferd verkaufen wollten. Juro befürchtete, dass er sich nicht wieder zurück verwandeln konnte, weshalb Krabat ihm vorschlug, dass er sich in das Pferd verwandelte.

„Donnerwetter! Du bist ja das reinste Paradepferd!“
— Juro zu Krabat

Auf dem Viehmarkt bot ein wie ein polnisch gekleideter Edelmann aussehender Mann Juro 100 Gulden für das Pferd, obwohl der Meister nur 50 Gulden hatte haben wollen. Juro verkaufte das Pferd und erkannte den Meister erst, als er auf Krabat wegritt, ohne dass Juro den Halfter abnehmen konnte. Der Meister jagte Krabat und schlug ihn mit der Peitsche. Als Krabat sich zurück verwandelte, blieben ihm die Striemen, Risse, Wunden und blauen Flecke. Der Meister gab ihm die peitsche und schlug ihm vor, Juro damit zu verprügeln.

Als Krabat Juro traf, zeichnete dieser einen Kreis, den er mit drei Kreuzen und einem Drudenfuß versah. Darin schmierte er Krabat mit einer Salbe ein und schnell ging es ihm besser.

Besuch von PumphuttBearbeiten

Einige Zeit später kam er auf die Mühle im Koselbruch und wollte vom Meister etwas zu Essen und zu Trinken und ein Quartier für die Nacht, was der Meister verweigerte. Er tat so, als wolle er Hunde auf ihn hetzen, aber Pumphutt wusste, dass er keine Hunde hatte.

„Das mit den Hunden kannst du dir sparen - ich weiß, dass du keine hast.“
— Pumphutt zum Meister

Die Mühlknappen kamen dazu und sahen einen Kampf. Pumphutt spuckte eine rote Maus, der Meister eine schwarze. Als die schwarze Maus die rote beißen wollte, verwandelte Pumphutt die beiden in Kater, die sich gegenseitig angriffen. Der Meister verwandelte die Kater in Hähne und nach kurzer Zeit gelang es dem roten Hahn, den schwarzen in die Flucht zu jagen. Nun musste der Meister Pumphutt zum Essen einladen.

Als Rache ließ der Meister die Mühlknappen Nachts arbeiten, wo sie nicht zaubern konnten und ihnen die Arbeit schwerfiel. In einer Neumondnacht im September kam der Herr Gevatter und die Mühlknappen arbeiteten für ihn. Dabei brach Witko zusammen. Michal wollte ihm helfen, der Meister schlug mit der Peitsche nach ihm, aber der Herr Gevatter verbot es ihm. Die restliche Nacht musste der Meister an Witkos Stelle arbeiten und Michal brachte Witko ins Bett. Danach durften die Mühlknappen wieder tagsüber arbeiten.

Michals TodBearbeiten

Am Ende des zweiten Jahres fand Krabat einen Sarg und ahnte, dass erneut jemand sterben würde, zumal die Mühlknappen auch wieder schlechte Laune hatten. Am Weihnachtsmorgen traf er Michal mit Hacke und Schaufel und wusste Bescheid. Michal starb in der Silvesternacht und wurde auf dem Wüsten Plan begraben.

LoboschBearbeiten

In Krabats drittem Jahr auf der Mühle half er dem neuen Lehrjungen Lobosch, so wie Tonda ihm geholfen hatte.

Mertens FluchtBearbeiten

Merten hatte Probleme, mit Michals Tod klarzukommen. Krabat versuchte, mit ihm zu reden, aber Merten schwieg. Er versuchte zu fliehen, weil es ihm aber nicht gelang, befürchtete Krabat, dass er es sich nicht ausreden ließ, es noch mal zu versuchen. Merten versuchte es auch, aber er entkam nicht. Danach erhängte er sich, aber er blieb am Leben, war danach aber lange krank und behielt einen schiefen Hals.

OsternachtBearbeiten

Diesmal verbrachte Krabat die Osternacht mit Lobosch bei Bäumels Tod und wollte danach die Kantorka treffen. Deshalb sprach er in Gedanken zu ihr. Gegenüber Lobosch tat er so, als hätte er Tondas Messer vergessen und rannte zurück. Die Kantorka kannte ihn, weil sie von ihm geträumt hatte und wischte ihm den Drudenfuß von der Stirn. An der Mühle trafen Krabat und Lobosch Juro und Witko. Es begann zu regnen, sodass auch Juro, Witko und Lobosch keine Drudenfüße mehr hatten. Der Meister zeichnete ihnen neue auf die Stirn.

Drittes JahrBearbeiten

Der Meister erlaubte Krabat, oft auszugehen, aber Krabat wusste, dass der Meister ihn ausspionieren wollte. Er benutzte den Kreis, den Juro nach dem Pferdehandel gezeichnet hatte, damit der Meister vergaß, dass es ihn gab und er wusste, dass Juro nur den Dummen spielte. Juro erzählte ihm, dass der Meister dem Herrn Gevatter jedes Jahr einen Mühlknappen opfern musste, um nicht selbst zu sterben und dass die Mühlknappen frei würden, wenn ein Mädchen, das einen Mühlknappen liebte, ihn beim Meister freibat und eine Probe bestand, bei der sie ihn aus den in Raben verwandelten Mühlknappen herausfinden musste. Allerdings konnten sie dann nicht mehr zaubern. Krabat erzählte es der Kantorka und sie entschied sich dafür, es zu tun.

Der Ring von HaarBearbeiten

Die Kantorka schnitt sich ein Haar ab und machte einen Ring von Haar, den sie Krabat mitgab. Krabat und Juro übten Krabats Willen, denn bei der Probe war ihr Plan, dass Krabat seinen Schnabel unter den rechten Flügel stecken würde, während alle anderen Mühlknappen ihre Schnäbel unter den linken Flügel stecken würden. Als Krabat den Ring von Haar trug, gelang es ihm viel besser, sich Juros Willen zu widersetzen.

Das AngebotBearbeiten

Gegen Ende des Jahres schlug der Meister vor, dass Krabat sein Nachfolger auf der Mühle werden sollte. Außerdem schlug er ihm vor, in diesem Jahr Lyschko sterben zu lassen. Krabat lehnte ab. Daraufhin nahm der Meister ihm seine Zauberkräfte und gab ihm die Aufgabe, ein Grab zu schaufeln.

EndeBearbeiten

Am Silvesterabend kam die Kantorka und forderte den Meister auf, ihr Krabat herauszugeben. Die Mühlknappen mussten sich alle in eine Reihe stellen und der Meister verband der Kantorka die Augen.

„Beim ersten Laut, den ich von dir höre, stirbt sie!“
— Der Meister zu Krabat

Als Krabat das sah, wusste er, dass der Ring von Haar nicht helfen würde und bekam Angst, weil er wusste, dass er Schuld daran war, wenn die Kantorka sterben musste. Sie zeigte auf Krabat und sagte, dass der es war. Danach nahm sie das Tuch von ihren Augen, Krabat war frei und verließ mit ihr die Mühle. Sie würde um Mitternacht abbrennen und der Meister würde sterben. Juro schickte die anderen Mühlknappen nach Schwarzkollm.

PersönlichkeitBearbeiten

Krabat hing sehr an seinem Freund Tonda. Nachdem der Meister ihn an den Hof des Kurfürsten mitgenommen hatte, war er ein sehr ehrgeiziger Schüler in der Schwarzen Schule. Er war in die Kantorka verliebt und hatte Angst um sie, als der Meister sie mit verbundenen Augen zur Probe brachte. In seiner Osternacht hörte er die Kantorka ein Osterlied singen, das er als Kind in der Kirche mitgesungen hatte, aber es war ihm, als würde er das Lied zum ersten Mal hören. An Tondas Grab wollte er ein Vaterunser beten, konnte es aber nicht.

Hinter den KulissenBearbeiten

SchauspielerBearbeiten

Jahr Film/Fernsehserie Schauspieler/Synchronsprecher
1975 Die schwarze Mühle Klaus Brasch
1977 Krabat (1977) Joachim Siebenschuh (Ost)

Christian Brückner (West)

1997 Die Legende vom Krabat Michael Hoffmann
2008 Krabat (2008) David Kross

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